Das Dritte Ohr

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Das Dritte Ohr – Vom Hören der Welt
Von Joachim-Ernst Berendt

Eine ebenso schön wie unterhaltsam geschriebene Autobiografie von dem Mann, der unser aller Hören veränderte.

 

Artikelnummer: DDO_67-4 Kategorie:

Beschreibung

 

Das Hörwerk, das Hunderttausende ins Lauschen brachte

Die Autobiographie Joachim-Ernst Berendts: Wege zwischen Nada Brahma und Jazz.

Der Klassiker in Neuauflage: der Vordenker der Neuen Klangkultur ist heute aktueller denn je. Sein zweites Meisterwerk neu bei Traumzeit.

Dieses Buch ist ein Trip: die Reise eines hörenden Menschen in andere Zonen der Wahrnehmung. Das Vehikel, das uns transportiert, ist das Ohr. Wir vergleichen Auge und Ohr. Wir tun dies im Sinne des Ausgleichs gegen die jahrhundertelange Sehbevorzugung in der abendländischen Tradition.
Warum haben Frauen höhere Stimmen als Männer? Warum sind die Wahrnehmungen des Ohrs so viel genauer als die des Auges? Warum arbeitet die Wissenschaft so viel häufiger mit dem Seh-Sinn als mit dem Hör-Sinn? Warum dominiert der Seh-Sinn in unserer Fern-Seh-Kultur unsere Wahrnehmung so sehr?

„'Das Dritte Ohr' ist ein Werk von historischer Wirkung, denn es brachte – mit anderen großen Werken Berendts – tatsächlich zigtausende von Menschen in Bewegung, ins Nachdenken, ins Nachspüren, ins Fragen stellen, ins in Frage stellen. Es ist ein Werk von kulturell übergeordneter Bedeutung und hat von seiner inspirierenden Kraft nicht das Geringste verloren.“
David Lindner zur Neuauflage bei Traumzeit

„In majestätischem Schwung führt Berendt den Leser durch Makro- und Mikrokosmos …“
Fritjof Capra

„Berendt ist leise, um das Ohr zu öffnen, das für ihn das Tor zur Seele ist …“
Elke Heidenreich

Inhaltsverzeichnis

I Hören als Reisen
II Das Ohr ist der Kompaß
III Der Grundton ist der Klang des Seins
IV Das Hören dringt tiefer
V Das Steuer herumreißen!
VI Was soll uns der Osten?
VII Flucht in die heile Welt?
VIII Selber erfahren, was Hören bringt
IX Plötzlich: Das Ohr ist «in»
X Lesehilfen

VOM OHR UND VOM AUGE
I An den Mast gefesselt. Wachs im Ohr
II Sense und Zärtlichkeit
III Das Ohr lehrt uns zählen
IV Sehen = Suchen
V Liebe durchs Ohr
VI Petrarca auf dem Mont Ventoux
VII Höre, so lebt deine Seele jetzt!
VIII Das Auge sagt: Ich!
IX Das Ohr nicht ohne das Auge. Und das Auge nicht ohne das Ohr
X Wer Ohren hat zu hören, der – sieht!

WIR SEHEN DREI DIMENSIONEN, ABER WIR HÖREN – WIE VIELE?
I Relativitätstheorie: kein Problem für das Ohr
II Unserem Gehör verdanken wir den Begriff der Unendlichkeit
III Baby im Ohr

DAS OHR ÜBERSCHREITET
Vom Wunder unseres Gehörs
I Das Ohr – ein Spiegelkabinett
II Wir hören mehr, als wir glauben
III Das Unhörbare wirft sich ins Hörbare
IV Die Auslenkungen unseres Trommelfells: unter dem Durchmesser eines Wasserstoffatoms!
V Klang überhöht Zeit
VI Musik – Kunst in der Zeit?
VII Hören heißt «Quanteln»
VIII Das Ohr findet Furten

DENKEN DURCHS OHR
Suite über die ratio
I Thema
II Exposition und erste Tonart
III Heideggers zweite Tonart
IV Angelus Silesius‘ Kontrapunkt
V Das Duo der einen Münze
VI Buddhas Tonart
VII Monokausale Monodie
VIII Heisenbergs Engführung
IX Die Wäscheleine als Notenlinie
X Hölderlins Variation
XI Wolffs Rondo
XII Pause mit Bhagwan
III Kadenz über das Denken
XIV Seitenthema: Heraklit
XV Variation über das Seitenthema
XVI Mehr Münz-Duos
XVII Fuga canonica
XVIII Tripel-Fuge für Heraklit, Bhagwan und Heidegger
XIX Variation à la Mozart
XX Finale mit T. S. Eliot
XXI Heideggers, Goethes und Heraklits Coda

ANA-LOGIK FÜHRT WEITER ALS LOGIK HÖR-WORTE
I Der «ganze überflüssige Reichtum der Sprache»
II Jimi Hendrix: Der Vorhang im Tempel zerriß
III Vierzehn Variationen über das Hören
IV tumb – taub – dumm – doof

LANDSCHAFT FÜR OHREN
Eine Sommer-Erfahrung

WATTE IM OHR
Über den Lärm
I Lärm ist hörbarer Müll
II Schweigen als höhere Potenz von Klang
III Lärm macht krank!
IV «Berge aus Lärm»
V «Rock around the clock»
VI Mit zunehmender Lautstärke wächst die Verstimmung
VII Lärm kommt von all‘arme: Zu den Waffen!
VIII Verliebt in Explosionen
IX Je mehr Krach, desto mehr Kraft!
X Das Potential des Pianisten: 17 bis 19 Tonnen!
XI TÜV für Body and Soul 163

DIE WELT IST KLANG
Harmonikales und Harmonikal-Nahes
I Harmonikales als Weg
II Das Wunder der Oktave
III Vom Dreiklang der Erde: Tages-, Jahres- und Mondton
IV Die Harmonie der Sphären oder Von Pythagoras bis Kepler
V Die Rechnung geht auf – bestätigt die Wissenschaft
VI Die harmonikale Verseuchung
VII Das Kosmische in der Architektur
VIII Humane und harmonikale Architektur
IX Akupunktur oder Der Mensch als Resonanzkörper
X Das Wetter klingt
XI Die Visualisierung der verborgenen Harmonie
XII Im Anfang war der Klang

TOTAL LISTENING
Die sieben Implikationen des neuen physikalischen Weltbildes der holomovement
I Materie – ein Kräuseln und Säuseln
II Welchen Raum nennen wir Zeit?
III Die Verbundenheit aller Dinge
IV Das déjà vu des Bewußtseins
V Physik ändert Gesellschaft
VI Die Normalität der Psi-Phänomene
VII Der Umbruch ist jetzt! (Paradigma Shift)
Summa

DER HÖRBARE UND DER UNHÖRBARE KLANG
I Wo sitzt das Dritte Ohr?
II Wer von «Schwingungen» spricht, denkt ungenau
III Wir hören unabhängig davon, ob ein Ton da ist oder nicht
IV Musik der Sonnenwinde und des Erdmagnetismus
V Vom Fell zur Elektronik
VI Kepler: «Gib dem Himmel Luft …»
VII Der drive zur Harmonie
VIII Das Hören ist der Weg

POLITIK DURCHS OHR
I «Links, wo das Herz schlägt»
II Wollen wir den Suizid?
III Der Friede, der zum Friedhof führt
IV Marx und Hesse
V Der hundertste Affe
VI Der Kuchen der Frauen
VII Wir sind bevorzugt

WARUM DIE FRAUEN DIE HÖHEREN STIMMEN HABEN
I Männer und Frauen müssen verschieden klingen
II Die hohen Stimmen tragen die Melodie
III Wen die Natur dominant machen wollte
IV Wer oben und wer unten steht
V Die hohe Distanz und die tiefe Einheit
VI Hoch heißt: Vorsicht!
VII Das Wüten der Großen Mutter tönt nach
VIII Warum Frauen gesehen werden wollen
IX Der weibliche Sound ist der ältere
X Die Frau schuf die Sprache
XI Sprache – so alt wie der Mensch
XII Mädchen sprechen früher und mehr
XIII Der Ur-Mensch – ein Hörender
XIV Polyphonie als Modell

OBERTÖNE ÖFFNEN DIE TÜR
I Viele Stimmen aus einer Kehle
II Obertöne informieren uns über die Realität
III Obertöne = Supersounds
IV Musik aus der Materie oder aus der Transzendenz
V Die westliche Musik hat mit Tönen getan, was die Wissenschaft des Westens mit der Natur tat
VI Weltmusik: Das allen Menschen Gemeinsame in sich selbst entdecken

MUSIK ÜBERSCHREITET. GEWISS. ABER WELCHE?
I Chaos birgt Ordnung
II Musik hat Sinn nur, insofern sie über die eigene Struktur hinausweist
III Vom Klang der Moderne
IV Transzendierung jetzt! In Musik, Physik – überall!
V Ben Webster: Vom Blasen ins Stöhnen ins Flüstern ins Atmen
VI Mit der Acht durch die Nacht in das Neue
VII Vom Gleichnis der logarithmischen Kurve

LESEN IST INNERES HÖREN
I Der Leser – ein Geliebter
II Radio: Plädoyer für den Hörenden Menschen

APROPOS FERNSEHEN
I TV beruhigt, daß Schüsse nicht schaden
II Fernsehen als «rechtes» Medium

WER HÖRT, IMPROVISIERT
I Mehr auf die anderen hören als auf sich selbst
II Das Kollektiv als ein Wesen
III Warum Komponisten taub sein können
IV Komponierte Musik steht im Raum
V Musik zum Sehen?
VI Improvisierte Musik sagt: Wir!

PROBE AUFS EXEMPEL
I Sehen heißt Urteilen: die Ur-Teilung
II Drei Tage mit verbundenen Augen
III Über Ray Charles, Roland Kirk und Sleepy John Estes

HÖRST DU DAS RAUSCHEN DES FLUSSES?
Eine Meditation

LOBSINGEND WACHSEN!
I «Gott hungert nach Liedern»
II Vom «Zweck» der Musik
III «Weißt du, wieviel Mücklein spielen…?»
IV Wal-zerklänge – Wal-zertanz
V Das Universum tanzt
VI Die Leiter der Liebe
VII Wir sind nicht getrennt
VIII Leben ist Lieben ist Loben ist Sich-Laben

EXTRO
Persönliches: Hommage à Hans Kayser – Physik – Seh-Handicap? – Vom Jazzbuch zum «Dritten Ohr» – Kritiker – Und noch einmal: Dank
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ANHANG
Anmerkungen

Der Autor

Joachim-Ernst Berendt, 1922 in Berlin-Weißensee als Sohn eines Pfarrers ge-
boren, der zu den führenden Männern des Widerstandes der evangelischen
Kirche gegen Hitler gehörte und im KZ Dachau ums Leben kam, war 1945
Mitbegründer des Südwestfunks. Berendt ist Gründer des heutigen »Jazzfest
Berlin«, war Leiter des ersten World Music Festivals (1967), des Olympia Jazz
Festivals München 1972, des World Jazz Festivals auf der Weltausstellung
Osaka 1970 und von »Jazz and World Music« im Lincoln Center New York
1984. Die heutige Weltmusikbewegung verdankt ihm wesentliche Impulse seit
dem Beginn der sechziger Jahre. Seit der zweiten Hälfte der Siebziger ist
Berendt durch seine Arbeiten über den Klangcharakter der Welt und das
Wunder des Hörens hervorgetreten. Er ist Autor von 33 Büchern, die in
21 Sprachen übersetzt wurden, hat zahlreiche CDs produziert und ist durch
Workshops und Vorträge in der ganzen Welt bekannt geworden. 
Joachim-Ernst Berendt kam am 4. Februar 2000 bei einem Verkehrunfall ums Leben.

Mehr über und von Joachim-Ernst Berendt? Hier klicken ...

 

Hier die überaus umfangreichen Anhänge zu "Das Dritte Ohr" für alle wissenschaftlich Interessierten zum Download als PDF: das-dritte-ohr---anhang

Zusätzliche Information

Der Anhang

Berendt – Das Dritte Ohr: Der Anhang
Du erhältst ein Hardcover-Buch in Miniauflage für 17,95 Euro. Aus ökologischen wie ökonomischen Gründen haben wir in der aufwendigen aber sehr kleinen Neuauflage des Buches auf die über 73 Seiten langen Anhänge verzichtet, insbesondere, da diese nur von einem sehr kleinen Leserkreis genutzt werden.

Unser Graphiker hat sie dennoch neu angelegt, für Interessierte. Unter der Beschreibung ist ein Download-PDF

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