Was hat ein exzentrischer, längst verstorbener Pfarrer mit dieser Webseite zu tun?

Mein Opa und Pate Franz Xaver hält mich, Pfarrer Hinz salbte mich nicht nur, er trug zu meinem Wunsch bei, zu helfen.

Ich nutze die Dezemberzeit gerne, um etwas in der Tiefe aufzuräumen. Im Haus und im Haus meiner Seele. Bei der diesjährigen „Aufräumaktion“ bin ich auf ein Bild meiner Taufe vor über 48 Jahren getroffen. Ich war erstaunlich berührt von diesem Foto.
Ich erhalte hier die Taufweihe von einem Pfarrer Hinz. Ein ziemlich verrückter Kerl. Er war in den folgenden Jahren für einen wesentlichen Teil meiner christlichen Erziehung mit verantwortlich. Pfarrer Hinz war ein wirklich exzentrischer Mensch. Ich fürchtete ihn ein bisschen, fand ihn lustig, hatte echt Respekt vor ihm. So wie viele Erwachsene war er für mich als Kind und Jugendlicher ein Rätsel und ein Lehrer.

Was berührte mich? Das der Pfarrer Hinz mit dem Traumzeit-Haus in Zusammenhang steht. Wie kann das sein? Er ist schon lange bei seinem Gott, was hat er mit dem Verlag, der Akademie und all meinen Aktivitäten zu tun?

Traumzeit und ein katholischer Pfarrer

Ein kleiner Exkurs: Seit ungefähr sechs Wochen mache ich nichts anderes als Bürokram. Autorenabrechnungen, Social Media, Verwaltung, Werbung, Orga, Layouts. Es ist nicht so, dass ich davon lebe. Ich bin Autor, Dozent, Künstler und einiges andere. Macht alles mehr Spaß und bringt mehr als vor dem Computer zu hocken. Doch ist es notwendig und wichtig, denn wenn keiner von unseren Projekten erfährt, waren sie ohne Sinn. Und wenn das Finanzamt oder meine Bank der Überzeugung sind, dass ich fahrlässig wirtschafte, geht halt auch nichts mehr.

An einem Abend war ich trotzdem super frustriert. Ich hatte technische Probleme mit einer Software oder drei, die ich nicht gelöst bekam.

Beim Essen kochen grummelte ich

„Wieso mache ich diesen Mist eigentlich? Das ist doch zu nix wirklich nutze!“

 

Warum mache ich den Kram eigentlich?

Meine Frau bekam die Frage, die ich mir selbst stellte, mit und antwortete für mich:

„Das ist doch ganz einfach, du machst das,

weil du die Menschen liebst und weil du ihnen helfen willst.“ 

Im nächsten Augenblick war ich nicht mehr frustriert, war nicht mehr grummelig. Ich weiß schon, warum ich sie geheiratet habe.

 

Der Hauptmotor meiner Handlungen

Es gibt viele Gründe, Produkte wie ein Buch, Filme oder Musik zu erstellen oder Ausbildungen anzubieten. So wie alle wachen Menschen in unseren Tagen wirst auch du bemerken: Für viele Produkte und Dienstleistungen, die uns angeboten werden, ist Geld der Hauptgrund, warum wir sie doch bitte kaufen oder nutzen sollen. Manchmal, wenn wir Glück haben, ist dieser Grund kombiniert mit einer wirklich guten Idee. Ziemlich oft ist Geld der einzige Grund.

Aus meiner Sicht wird das Produkt, die Dienstleistung dann aus einem Mangelgedanken heraus hergestellt und angeboten. Denn kein Mensch braucht wirklich Geld. Was wir brauchen ist Liebe, Wärme, Freundschaft, tiefe Erkenntnis unserer Selbst und der Welt, Kreativität und Freude am Leben. Das alles kann man sich mit keinem Geld der Welt kaufen.

Zurücklehnen und hinhören: Dieser Blogbeitrag als Audio-Podcast.

Ein Leben für die Liebe & Kreativität

Geld war für mich als Kreativer schon immer nur Mittel zum Zweck. Früh habe ich mein Studium abgebrochen, bald meine Ausbildung. Ich spürte, dass ich meinem Herzen, der Liebe und der Kreativität darin folgen musste. Wir hatten viele magere Jahre, haben sie jedoch nie so empfunden. Denn wir folgten der einen Kraft: dem Wunsch unsere Freude am Leben und unser Da-Seins Glück mit der Menschheit zu teilen. Ich als Kreativer, meine Frau zuerst als Krankenschwester, dann als Ärztin.

Tatsächlich frage ich mich bei jedem Produkt, bei jeder Aktion, bei jedem Seminar, dass ich konzipiere:

Kann es dazu beitragen, dass die Herzen der Menschen heilen?

Kann es eine Unterstützung dabei sein, zu sich zu finden oder tiefer in das Geheimnis des Lebens einzutauchen?

Ist es eine Hilfestellung, damit jemand sich weiter lösen kann und Verantwortung für sein Leben, Denken und Tun übernimmt?

Mehre ich damit das Schöne, die Liebe, die Freude auf der Welt?

Rege ich die Kreativität der anderen an?

Traumzeit und ein exzentrischer Katholen-Pfarrer

Und damit bin ich bei Pfarrer Hinz. Er hat mir die Geschichte Jesu und die darin enthaltenen Werte nahe gebracht. Er war mein christlicher Lehrer. Und diese christlichen Werte sind in meinem Streben kodiert. Sie sind der Grund, warum ich tue, was ich tue.

Ich bin übrigens mit Punkt 18 Jahren aus der Institution Kirche ausgetreten. Ich bin einem katholischen Pfarrer dankbar, lehne aber den Katholizismus, wie jeden -ismus, ab.

Der katholische Pfarrer Hinz lehrte mich die Bedeutung und den Wert von Nächstenliebe, Respekt vor allem aber für die Benachteiligten einzustehen.

Heute, mit über einem Vierteljahrhundert Erfahrung als Heiler, Lehrer und Autor weiß ich: unglaublich viele unter uns sind benachteiligt. Ja, auch hier in unseren deutschsprachigen Landen. Unfassbar viele gehen Berufen und Lebenswegen nach, die ihnen nicht gut tun. Unglaublich viel denken, ihre Probleme müssten von Politikern, Ärzten, Wissenschaftlern, Priestern oder Esoterikgurus gelöst werden. Unglaublich viele erliegen Glaubensvorstellungen wie und was sie sind, sein sollten und wie die Welt so läuft.

Unglaublich viele haben nicht den Mut oder das Wissen, sich einzugestehen, dass sie sich irren.

Dem die Grundlage unserer Welt ist nicht Leiden.

Das ist eine von den wunderbaren Botschaften aus dem Leben Jesu Christi an uns: Wenn wir bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir uns darauf einlassen, unseren Peinigern und mehr noch uns selbst zu vergeben. Wenn wir den Weg der Liebe wirklich konsequent zu leben, dann wartet die „Erleuchtung“, dann wartet unser Aufblühen im Glück des Lebens nicht in einem fernen Himmelreich auf uns. Dann müssen wir den Tod nicht mehr fürchten, denn wir haben zu leben gelernt.

Das hat mich dieser schräge Kerl gelehrt, der mich auf dem Foto gerade salbt. Ebenso meine Familie, Captain Jean-Luc Picard von der Sternenflotte und viele andere kluge Bücher und Filme und Menschen.

Ich bin der KlangSchamane. Das bin ich, weil ich Christ bin. Das Traumzeit-Haus und all die Projekte und Begegnungen, die hier geboren werden, sind undenkbar ohne die Werte, die mich geprägt haben. Einer, der mich geprägt hat, war Pfarrer Hinz.

Deshalb berührt mich dieses Foto und die Erinnerung, die es befreit hat.

Lieber Pfarrer Hinz: Wo auch immer du gerade mit deiner skurrilen Art andere Seelenwesen irritierst.

Danke dir!

Besonders auch, weil du so ein schräger Typ warst.

 

Übrigens: Es war ein Abt, der mich mit der Frage „Da muss doch mehr sein?!“ die er mir nach einem Konzert in der Kirche seiner Abtei stellte, ebenfalls zur Evolution von Traumzeit beitrug. Er lud mich ein, ein Klangseminar in seinem Haus zu veranstalten. Bald darauf lud er mich ein, auch die Geistreise unter seinem Dach zu lehren …

Das Traumzeit-Projekt wird von einem alles durchdringenden Prinzip getragen:
Der Nächstenliebe.

Ob wir hier Bücher machen,
Wissen in Ausbildungen weiterreichen,
herausragende Instrumente zur Verfügung stellen
oder Heilsam praktizieren:
Wir sind beseelt von einem Wunsch:
das Gute auf Erden zu mehren.
Menschen zu helfen, zu sich zu finden.
Ihr ganz persönliches Hamsterrad der Illusionen zu durchschauen und es anzuhalten.
Ihre Kreativität und Nächstenliebe anzuregen.

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