Der Traumzeit-Verlag
Vom Anfang bis 2006
Traumzeit - Das Verlagslogo
Eine Variation der Erdgöttin/heiligen Hochzeit von David Lindner
Genau genommen begann alles 1993.
Ich hatte eine Sammlung eigener Gedichte und bewarb mich bei irgendwelchen Verlagen, (es waren, glaube ich, genau fünf) und bekam natürlich freundliche Absagen. Das motivierte mich, weiter an meinen Texten zu arbeiten.
Ebenfalls 1993 traf ich Friedrich de Vries. Er verkaufte auf einer Messe Didgeridoo, Klangschalen und Gongs. Durch ihn kam ich an diese Instrumente.
1996 fand ich meine Gedichte dann so gut, das ich mir dachte: Die lasse ich keinem Verlag, die drucke ich selbst.
Ich fand eine kleine Druckerei und produzierte "Für Träumer und Liebende - Den wahren Helden unserer Zeit".
Zwei Monate später mußte ich die zweite 1000der Auflage drucken - und das ohne Vertrieb über den Buchhandel.
1996 traf ich Udo Elfert. Udo war damals ein Hinterhof-Didgeridoohändler. Schon nach unserem ersten Treffen hatte Udo eine Idee: David, Du kannst schreiben und gut Didgeridoo spielen, ich weiß, wie man Didgeridoo unterrichtet - laß uns ein Buch zum Thema machen. Wir trafen uns häufig und entwickelten erste Konzepte und Übungen, doch irgendwie verschleppte sich alles. Udo wurde einer der größten Didgeridoohändler in Deutschland, ich heiratete, zog aus Westfalen fort und gab fortan Didgeridooworkshops. Schließlich gab mir Udo die Erlaubnis, das gemeinsam begonnene Projekt alleine fortzuführen.
"Traumzeit - Das Geheimnis des Didgeridoo" entstand. Und irgendwie traf es mit seiner Mischung aus fachlichen Infos, Spielanleitungen und poetischen Inspirationen den Nerv der Didgeridoobewegung, binnen zweier Jahre hatte ich - ohne jeden Buchhandels-Know-How weit über 10.000 Exemplare verkauft.
Dieser "Erfolg" hat mich mehr als überrascht und mein Leben ordentlich durcheinander gewirbelt. Bis zum Jahre 1999 war ich ein mäßig erfolgreicher aber stets an Entwicklung interessierter bildender Künstler und lebte glücklich von Farbe und Freude und mit spektakulär viel Zeit.
Da ich privat zu der Zeit kaum mehr Bedürfnisse als guten Wein und gutes Essen hatte, konnte ich von Anfang an mit den überraschenden Einnahmen aus dem Traumzeit-Projekt nicht allzu viel anfangen. Ich fuhr ein wirklich altes klappriges Auto, wir wohnten günstig und damals passten mir die nur wenig getragenen Klamotten, die mein Vater mir alljährlich vererbte, noch ganz prima. Also, so dachte ich mir, investiere ich doch in neue kreative Projekte - wobei ich ganz schön viel Geld fehlinvestierte - denn ich bin beim Fehler machen nicht minder kreativ :-(
Mit "Traumzeit" zogen wir, meine Frau Doris und ich, in den Odenwald. Bald darauf produzierte ich eine Didgeridoo-CD und einen weiteren Gedichtband. Zwei Lehrvideos zum Thema Didgeridoo folgten. Tausende von Büchern und CDs stapelten sich in unserer Wohnung neben meinen Bildern und zahlreichen Didgeridoos. Irgendwo dazwischen mein vier Quadratmeter-"Verlagsbüro".
Im Jahr 2000 folgten gleich zwei innovative Projekte "Sternengesang" - ein Buch mit CD über Gongs, sowie "Art of Didge", das erste deutsche Didgeridooprojekt, in dem drei Solisten sich zusammensetzten und gemeinsam eine Didgeridoo-CD produzierten (nein, keinen Sampler, wir haben uns zusammen getan!).
Mit die "Neuen Didgeridoos" (2001) ahnte ich eine globale Bewegung voraus: Die Loslösung der Didgeridookultur von seinen australischen Ursprüngen. Interessanterweise wuchs mit meinem Erfolg die Zahl meiner Kritiker. Wer gestern noch das Buch empfohlen hatte, dem war es als "ernsthafter Profi" heute viel zu "esoterisch".
Wie Don Quichotte gegen Windmühlen kämpfend wollte ich die Kritiker überzeugen und hängte unglaubliche Kraft, Zeit und sehr sehr viel Geld in das Projekt "Das Didgeridoo-Phänomen", in dem ich Spezialisten zum Thema aus aller Welt vereinte. Danach begriff ich, das die meisten Kritiker einfach nicht in ihrem Weltbild gestört werden wollen und deshalb kritisieren. Und das zwei bis drei Sätze in einem Buch, die die Lebenslüge eines Menschen entlarven, diesen Menschen zu einem bitterbösen Gegner machen können. Für mich eine absolut heilsame Erfahrung. Ich löste mich in meiner inneren Abhängigkeit vom "Wohlwollen" der Didgeridooprofis und begegnete einem neuen Thema mit demselben offenen Geist wie einst dem Didgeridoo: Den Klangschalen in "Gesang der Stille". Es wurde das erste Buch über die ganze Welt der Klangschalen und auch das erste Buch, das visuell einen neuen Weg für Klangschalenbücher beschritt.
Bedauerlicherweise wurde dieses Werk in einem billiger und schlechter gemachten Abguss von einem viel größeren Verlag nachgemacht. Eine neue, bittere Erfahrung und der Verlust von vielen zehntausend Euro Umsatz und damit Innovationspotential. Viele Buchhändler erkannten jedoch den besonderen Charakter dieses Buches und so ist es mein zweiter Verlagsseller geworden.
Dicht gefolgt von "Praxisbuch Klangmassage" (2004) und einem klangfernen weiteren Seller "Von Kunst leben - Marketing für kreative Freiberufler", das auch aus dem Wunsch erwuchs, vielen Kollegen die Fehlinvestitionen, die ich machen mußte, zu ersparen.
Zwischendurch habe ich Wolfgang Saus, Obertonsänger und Weltenbürger, überzeugen können bei Traumzeit ein Lehrbuch zum Thema Obertöne und Oberton singen herauszubringen. Das es so viel Arbeit sein würde, den Perfektionisten Saus zur Fertigstellung des Buches zu bewegen, hätte ich nicht gedacht. Doch die Mühe hat sich für uns beide gelohnt: Wolfgang hat ein Standardwerk zum Thema Obertongesang geschaffen und glänzt in seinem Erstling gleich mit drei Erfindungen. Das Buch liegt inzwischen in der dritten Auflage vor.
2005 dann war ein weiteres entscheidendes Jahr: Wir fanden ein Haus in der Pfalz. Unsere inzwischen viel zu kleine Wohnung platzte aus allen Nähten, war viel zu laut gelegen und wir hatten ständig Stunk mit unseren Vermietern. Seit über fünf Jahren suchten wir ein neues Domizil und fanden es nun in Battweiler, nahe der saarländisch-pfälzischen Grenze, einen Sprung von Frankreich entfernt. Durch den Umzug in die neuen Räume entfaltete sich die ganze Kraft des Feng Shui - die Resonanz auf allen Gebieten meines kreativen Schaffens ist seitdem deutlich gestiegen.
Obwohl ich mit dem Umzug und seiner Finanzierung das gesamte Verlagskapital und zusätzlich von privater Hand geliehenes Geld riskierte, konnte ich 2006 dann gleich drei entscheidende Projekte anderer Kreativer realisieren:
Regen - von Ansgar-Manuel Stein, ein Meisterwerk der Didgeridoo- und Graphikkunst,
Die heilende Kraft des Singens - des überaus engagierten und motivierten Musiktherapeuten Wolfgang Bossinger, sowie
Siyabonga - den Bestseller aus der Schweiz von Karin Jana Beck und Matthias Gerber.
Im Laufe des Jahres 2006 konnte ich zudem Kontakte zu neuen Autoren und Künstlern knüpfen und urplötzlich wurden mir in rascher Folge einige wirklich herausragende Projekte angeboten. Mit ihrer Realisierung wird der Traumzeit-Verlag wichtiges und bisher unveröffentlichtes Wissen zum Thema "Klang, seine Wirkung und therapeutischen Anwendung" veröffentlichen. Besonders freut mich dabei, das die Projekte fast ausnahmslos von akademisch gebildeten Autoren stammen. Damit geht eine Traumzeit-Vision in Erfüllung: Poesie und Wissen sind eins.
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2007-2008
2007 - 2008 waren sehr aufregende, erfolgreiche, aber auch sehr anstrengende Jahre. Anfang des Jahres haben wir noch Wände rausgekloppt und die "eine-alte-Dame-Küche" unserer Vorgänger mit viel Muskelkraft und Schwiegervater Kippers unverzichtbarer Hilfe als Küche auf 14-Personen-und-damit-Seminar-Kapazität ausgebaut. Das Haus geizte nicht mit teuren Renovierungsüberraschungen.
Der Sprung vom künstlerischen Selbstverleger zum renommierten Kleinverlag vollzog ich 2007 bis 2008 wohl endgültig und mit einiger Verwunderung, gelegentlichem Stolz und regelmäßiger Verwirrung. Im achten Jahr in Folge erwirtschaftet der Verlag zwar keine Überschüsse, sondern kann alle Einnahmen in neue, innovative Projekte investieren, aber ich muß ihn auch nicht mehr aus meinen Einnahmen als Künstler sponsern.
Und: WOW! ich habe eine sympathische Frau kennengelernt, die den Verlag nun freiberuflich als PR-Kraft unterstützt: Ruth Eising. Endlich professionelle Unterstützung. Gleichzeitig hat Wolfgang Bossinger das ganze Jahr über so gewaltig die Werbetrommeln für sein Standardwerk "Die heilende Kraft des Singens" geschlagen, daß einige Konzernverlage erwacht sind und 2008 ebenfalls mit Singtiteln aufwarten. Ich bin also zu einem der berühmten "Trüffelschweine der Verlagsbranche" geworden.
Erstaunlich, wohin das führen kann, wenn man seine Gedichte selbst verlegt, auf einen Instrumentenhändler mit Seele trifft und mit der Traum-Zeit lebt ...
Traumzeit verlegt 2007-2008 die Berendt-Bücher
Geschichten wie Edelsteine,
Das Leben - Ein Klang,
Es gibt keinen Weg. Nur Gehen
Das dritte Ohr - Vom Hören der Welt
sowie das wunderbare Buch "Klangtherapie" von Otto-Heinrich Silber
neu.
Zum Jahreswechsel folgen das von Wolfgang Bossinger und Raimund Eckle herausgegebene Mamutwerk "Schwingung und Gesundheit" mit rund 26 beteiligten AutorInnen aus Wissenschaft, Forschung, Therapie und den Künsten plus einer tollen DVD zum gleichen Thema. Uta Karen Mempel legte das Skript "Klangschalen für Wellness und Sauna" vor, dass ich verfeinerte und erweiterte.
"Kinder erfahren die Stille" von Michael Kalff, Ina und Jessica Hergesell, ein wunderbares Buch nicht nur für Eltern erweiterte das Traumzeit-Programm um einen Titel, der den bewußten Umgang mit Natur und Stille fördert.
Ende des Jahres 2008 bin ich allerdings ziemlich aufgerieben. Ich beschäftige mich fast nur noch mit dem Überarbeiten von Skripten und der Verlagsarbeit und komme nicht dazu, meine eigenen Bücher weiterzuentwickeln. Da mir aber vor lauter Ideen der Kopf platzt und ich das Spannungsverhältnis nicht wirklich gelöst bekomme, ziehe ich Anfang 2009 die Notbremse
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2009 - Die Gegenwart
Nachdem meine Gesundheit doch sehr unter dem Verlegerdasein leidet (weil so wenig Zeit für das Künstler- und Autorendasein bleibt) habe ich mich Anfang 2009 entschieden, keine neue Skripte mehr für den Verlag anzunehmen.
Ich will endlich wieder eigene Bücher schreiben.
Aber das dürfte noch bis Ende 2009 dauern, bis das in Erfüllung geht. Im April erschien die überarbeitete, zum Teil gekürzte und zum Teil erweiterte Neuauflage von Joachim-Ernst Berendts "Ich höre, also bin ich".
Zur Zeit bereite ich sehr aktiv drei Projekte vor: "Das Tao des Klanges" von Fabien Maman und "Schwingung der Archetypen" von Thomas Künne. Direkt darauf folgen zwei Gongbücher und ein tolles Liederbuch mit heilsamen Texten von Wolfgang Bossinger. Vorher werden aber sicher noch die sehr schön gelungene Dokumentation "Raum Klang Stimme - Auf der Suche nach dem Ursprung der Obertöne" von Minghao Xu und "Der Oberton Workshop mit Wolfgang Saus" von ebendiesem und Minghao Xu als DVDs fertig.
Weiterhin werde ich wohl die Taschenbuchrechte an einem ganz tollen populärwissenschaftlichen Buch erhalten und und und.
Der Verleger
Doris und David Lindner
David Lindner, 1969 in Rheda/Westfalen geboren. Abitur, Zivildienst, diverse Jobs, diverse Studien ohne Abschluss, viele kleine Aus- und Weiterbildungen, viele Ausstellungen, viele Konzerte, vierzehn eigene CDs, zehn eigene Bücher, Ausbilder für Traumzeit-Klangmassage, Verleger aus des Schicksals Fügung, Künstler.
Bei aller Arbeit und allem Stress bleibe ich denn vor allem: Ein glücklich in seine Frau verliebte Eheman, Hundenarr, bekennender Genußmensch und vor allem: ein dem Humor recht zugeneigter Zeitgenosse.
Zu meinem Leidwesen und vermutlich aus einem kleine Hirnschaden (oder besser: Schulschaden?!) herrührend der deutschen Rechtschreibung nicht ganz mächtig - was allen Kreativen ein Aufruf sein darf: Technische Perfektion ist nicht bindend notwendig, um beseelte Dinge zur Freude und zum Wohle anderer in die Welt zu bringen! Nur zu! Was zählt ist der Spirit!
Ökologie
Man nehme: Wenig Pflege und schon wuchert das Grün
Im Traumzeit-Garten gibts viele Schmetterlinge, Eidechsen und Vögel ...
Das Traumzeit-Projekt wird finanziert mit einem Kredit der UmweltBank AG. Die UmweltBank finanziert (unter anderem) nur Hauskredite für Häuser, die gewisse Umweltstandards umsetzen. Uns begegnete die UmweltBank wie eine Bank mit Vision: Wir fühlten uns als Menschen behandelt und nicht als Zahlen. http://www.umweltbank.de
Warmwasser & Heizunterstützung im Traumzeit-Haus durch eine Paradigma-Solaranlage mit Röhrenkollektoren. Zwischen Ende März und Mitte Oktober mußten wir 2006 kaum 100 Euro zuheizen - auf 240 Quadratmetern ...
Der Strom im Traumzeit-Haus kommt von Greenpeace-Energy: http://www.greenpeace-energy.de
Auch hier eine der wenigen Adressen, wo man sich als Kunde richtig gut aufgehoben fühlt. Greenpeace Energy liefert Strom aus Wind, Wasser- und Sonnenenergie sowie anderen regenerativen Quellen und jetzt halten Sie sich fest: Die Preise bei Greenpeace Energy sind die letzten Jahre so gut wie nicht gestiegen und liegen kaum höher und zum Teil sogar deutlich niedriger als bei vielen Atomstrom- und Kohlestromanbietern!
Auch informiert dieser Anbieter ganz exakt, wie der Preis zustande kommt und noch besser: Mit wenigen Euros kann man sich an der Genossenschaft von Greenpeace Energy beteiligen und die versuchen schon mittelfristig eigene Kraftwerke für regenerative Energien aufzubauen, so das der Strombedarf der Kunden aus eigenen Quellen bestritten werden kann.
Den großen Garten versorgen wir aus einem 9000 Liter-Regenwasserspeicher, längerfristig wollen wir die zweite Dachhälfte nutzen, um auch das Nutzwasser für den Haushalt aus dem Himmel zu beziehen.





